Es wurde das Online-Vortreffen im Zeichen der Eucharistie abgeschlossen

01 Oktober 2020
Die Kurzfilme kamen von fünf Kontinenten, aus 11 Staaten, und wurden auf den Youtube-Kanal des Kongresses hochgeladen.

Es wurde das Online-Vortreffen im Zeichen der Eucharistie abgeschlossen, das zum ursprünglichen Datum des auf nächstes Jahr verschobenen Internationalen Eucharistischen Kongresses veranstaltet wurde.

Im Auftrag von Kardinal Péter Erdő sandten die Referenten und Glaubenszeugen des Kongresses eine Videonachricht.

Die Kurzfilme kamen von fünf Kontinenten, aus 11 Staaten, und wurden auf den YouTube-Kanal des Kongresses hochgeladen.

Das Vortreffen wurde am 13. September durch Kardinal und Primat Péter Erdő eröffnet. Der Oberhirte bezeichnete es als wichtig, dass wir gemeinsam im Gebet auf das mächtige Erlebnis und die Erschütterung reflektieren, die die Epidemie in unserem Leben verursacht hat.

Am Eröffnungstag sandte Erzbischof Piero Marini, der Präsident des Päpstlichen Komitees für die Internationalen Eucharistischen Kongresse seine Botschaft aus Rom. Das Coronavirus erleuchtet das wahrhaftig Wichtige: der Gottesdienst verschwand auch während der Pandemie nicht, sondern wurde, durch die Eucharistie inspiriert, in den Taten der Solidarität ausgedrückt. Marini lud uns auch zu einer Ökologischen Bekehrung ein, denn wir sind verantwortlich für die Erde und unsere Mitmenschen in der Hoffnung für eine bessere Zukunft.

Am 14. September sprach der Erzbischof der Diozöse Onitsha in Nigerien, Valerian Maduka Okeke zu uns. Im Video aus dem afrikanischen Land bedankte er sich bei dem „braven ungarischen Volk” sowie der ungarischen Regierung und dem Volk Gottes, die mit ihren Spenden die dortige, unter Hunger, Christenverfolgung und der Pandemie leidende Gemeinschaft unterstützten und von der eucharistischen Liebe ein Zeugnis ablegten.

Am 15. September gab der chaldäisch-katholische Patriarch, Louis Raphaël Sako im Namen der verfolgten chaldäisch-katholischen Gemeinschaft seiner Dankbarkeit Ausdruck gegenüber dem ungarischen Volk und der ungarischen Regierung. Der jahrelange Krieg im Irak hat tiefe Wunden verursacht. Der Leiter der christlichen Gemeinschaft betonte, dass zwar das Gebet die Ereignisse direkt nicht ändern kann, jedoch aber einen Einfluss auf das Herz und die Sichtweise der Person ausüben kann, die die Geschehnisse erlebt. Wenn jemand betet, genießt er den Frieden und ist fähig, die Freude der Gütigkeit auch in seiner Beziehung zu anderen zu erleben, sagte der Leiter der Chaldäisch-Katholischen Gemeinschaft.

Am 16. September hat der Erzbischof von New York, Timothy Dolan darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns in der Kirche nicht erneuern können, ohne uns in unserem Glauben zu erneuern.

Am 17. September betonte der als Erwachsener bekehrte Johannes Hartl deutscher Theologe und Philosoph, dass sich die Menschen zu Zeiten der Ausgangsperre zum Gebet und zur Spiritualität wandten. Der Theologe und Literaturwissenschaftler meint, dass den Menschen das tiefe Gebetsleben beigebracht werden muss, das ihnen helfen kann, durch die Krisen und auch durch die vorübergehende Entbehrung der Kommunion zu kommen.

Am selben Tag konnten Sie das Video von Moysés Azevedo, dem Gründer der Katholischen Gemeinschaft Shalom sehen. Er redete davon, dass das Virus nicht von Gott geschickt wurde, er sei mit uns, präsent, voller Liebe und Mitleid mitten im Schmerz und Leid der Menschheit. Er betonte: „Wir sind nicht alleine. Jesus hat uns versprochen, dass er an jedem Tag unseres Lebens mit uns sein würde. Er gebe uns die Gnade und die Kraft, mit der Kraft des Kreuzes und der Auferstehung zu siegen.”

Am 18. September erwähnte der Bischof der Diozöse Eisenstadt, Ägidius J. Zsifkovics, dass die Christen in der Zeit der Corona-Pandemie keine alltägliche Erfahrung erlebten. Er verglich das mit der Entbehrung des jüdischen Volkes zur Zeit ihrer Wanderung durch die Wüste und betonte, die Kirche zeige dem Menschen, wo er seinen Hunger und Durst durch das himmlische Brot stillen kann.

An diesem Tag wurde auch das Video von Theologin Mare Healy aus Detroit hochgeladen, die die durch die Pandemie verursachte Angst und Bedrängnis, die jetzt viele von uns empfinden, mit dem Beispiel der von Jesus geheilten blutflüssigen Frau aus der Heiligen Schrift verglich. Er erinnerte sich an die Worte, die Christus an die Frau gerichtet hat, nach denen sie ihre Heilung ihrem Glauben zu verdanken habe.

Am 19. September teilte Erzbischof Gérald Lacroix, Erzbischof von Quebec in seinem Video seine Gedanken darüber mit, dass die Pandemie eine Einladung sei, uns in unserem Glauben zu vertiefen. Der Kongress sei ein gutes Mittel dafür. Aufgrund der Erfahrungen des Welttreffens in Kanada sagte er: „Der Kongress hilft, den Ruf Christi zu hören, wenn er uns auf das andere Ufer einlädt, um denjenigen zu begegnen, die die Freude von Gottes Liebe noch nicht kennen!”

Am selben Tag sprach Jean-Luc Moens, Moderator von CHARIS über seine Glaubenserfahrungen und den Zustand der Gnade, die in sich entdeckte göttliche Präsenz zur Zeit der Eingeschlossenheit. Er hat dies in sieben Worten für uns zusammengefasst: „Jesus, ich weiß, dass du hier bist und ich liebe dich!”

Am 20. September, am letzten Tag des Online-Treffens berichtete der griechisch-katholische Priester Konstantin Szabó aus Transkarpatien davon, dass sie neben der Gottesfurcht, die sie zur Zeit der zwanghaften Eingeschlossenheit erlebten, auch einen vertieften Glauben erfahren haben. Konstantin Szabó hob in seiner Videonachricht hervor, dass am Wichtigsten ist, diese Probe mit Liebe durchzumachen.

Nach dem üblichen Angelus-Gebet am Sonntag begrüßte Papst Franziskus Ungarn, die Oberhirten, die Gläubiger und alle, die den Internationalen Eucharistischen Kongress in Budapest mit Glaube und Freude erwarten. Der Heilige Vater, der den Plänen entsprechend an der Abschlussmesse des Welttreffens teilgenommen hätte, bat darum:

„Gehen wir weiter mit den Vorbereitungen, in unseren Seelen vereint, und finden wir in der Eucharistie die Quelle des Lebens und der Sendung der Kirche.

Das Online-Vortreffen im Zeichen des IEK wurde durch die Botschaft von Kardinal Peter Erdő abgeschlossen. Der Oberhirte teilte seine Gedanken am Heldenplatz in Budapest mit. An einem Ort, wo die Eröffnungs- und Abschlussmesse des Internationalen Eucharistischen Kongresses in 1938 stattfand. Er sprach von einem Platz, wo in 1991 mehr als eine halbe Million Gläubige eines von der kommunistischen Diktatur befreiten und seinen Weg suchenden Ungarns mit Papst Johannes Paulus II. bei seinem Besuch in Budapest gemeinsam beteten. Unter den vielen Lehren der Pandemie hob der ungarische Oberhirte hervor:

„Wir haben sehr viele Online-Messen gestrahlt, aber jeder weiß, dies ist nicht gleichwertig mit der persönlichen Präsenz. Dieses Jahr war durch die Sehnsucht nach der Eucharistie dominiert. Gebe Gott, dass wir zu dieser Zeit nächstes Jahr tatsächlich mit den Gläubigern aus aller Welt gemeinsam beten können!”

Foto: IEK